94. Jahrestagung
19. bis 21. Juli 2017 · Rudolf-Virchow-Zentrum, Würzburg
Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V.

Grußwort Univ.-Prof. Dr. med. Georg Ertl

Univ.-Prof. Dr. med. Georg ErtlAuf der 94. Jahrestagung der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen trifft sich eine der ältesten deutschen Fachgesellschaften überhaupt. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie wurde 1872, die Vereinigung der Bayerischen Chirurgen auch schon 1911 gegründet. Zur Gründungszeit war die Chirurgie eine einzige Fachdisziplin, auch wenn es damals schon persönliche Schwerpunkte bei den einzelnen Chirurgen gab. Heute haben sich die Subdisziplinen der Chirurgie, ähnlich wie in anderen großen Fächern, teilweise weit auseinander entwickelt. Besonders wichtig ist es daher für alle großen Fächer, dass auf einer allgemeineren Basis die Disziplinen miteinander kommunizieren, nicht nur für die Organisation der Kliniken, sondern auch im Sinne einer umfassenden Versorgung unserer Patienten. Dies leistet die Vereinigung der Bayerischen Chirurgen, in dem sie die unterschiedlichen Schwerpunkte im Turnus berücksichtigt, die Themen immer wieder anders wählt, aber auch zusammenführt.

Das diesjährige Programm ist interdisziplinär angelegt: Video-optisch gestützte Operationstechniken, Trauma und Verkehrssicherheit, Bone Research schließen Methoden und Aufgaben in der gesamten Chirurgie und darüber hinaus ein. Innovation und Qualität durch Kooperation ist auch ein Programm unseres Klinikums, und da ist Kooperation der Fächer über Fakultätsgrenzen hinaus, aber auch der Kliniken auf unterschiedlichem Versorgungsniveau und vor allem auch der Berufsgruppen untereinander gemeint, so wie Sie es in Ihrem Kongress umsetzen. Kooperation braucht allerdings auch Ressourcen, sie ist kein Selbstläufer. Traumazentren brauchen eine Vorhaltung von Personal, Raum und Technologie für die Akutdiagnostik und -therapie, deren Abruf per Definitionem nicht planbar ist. Unsere vom Kongresspräsidenten erwähnte „allzeitige Bereitschaft“ für im Jahr 2016 immerhin 699 Schockraumeinsätze hat ihren Preis. Aber es lohnt sich am Ende für unsere Patienten, unsere Lehre und Weiterbildung, unsere Nachwuchschirurginnen und -chirurgen und nicht zuletzt auch für unsere Forschung.

Wir sind sehr froh und dankbar, dass die Vereinigung der Bayerischen Chirurgen, mit ihren fast 1000 Mitgliedern, eine ihrer traditionsreichen Tagungen bei uns in Würzburg abhält. Würzburg ist eine entsprechend traditionsreiche und attraktive Tagungsstätte. Es sind die Traditionen der Julius-Maximilians-Universität, deren Zweitgründung schon mit dem Neubau für ein Universitätsklinikum, dem Juliusspital, einherging und die eine nahtlose Serie brillanter Forscher und Ärzte hervorgebracht hat. Am Beispiel des Virchow- Zentrums, in dem Sie tagen, sehen Sie, dass sich die Medizin und das Universitätsklinikum Würzburg zu einem exquisiten modernen Standort für die Forschung, Lehre und Krankenversorgung weiterentwickelt hat. Nicht zuletzt laden die Stadt und ihre Umgebung zu froher Gastlichkeit bei einem guten Schoppen ein.

Ich wünsche Ihrem Kongress einen guten Besuch, spannende Vorträge und Diskussionen und insgesamt einen großen Erfolg.

Univ.-Prof. Dr. med. Georg Ertl
Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Würzburg

IBRA

MEDTRONIC